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Schimanski steige alle paar Jahre aus der Fernsehgruft der achtziger Jahre und schiebe seinen massigen unkaputtbaren Körper durch die Zumutungen der Gegenwart, stellt Spiegel Online fest. „Für uns könnte das noch jahrzehntelang so weiter gehen. Da sind wir nicht anders als die Fernsehfigur Schimanski: Wir sehnen uns in jene Zeit zurück, als alles losging, damals in Duisburg-Ruhrort.“
Spiegel online: Steh auf, Zombie!

„In diesem Schimanski spielt nicht Götz George die Hauptrolle“, meint Dieter Bartezko in der FAZ. „Die Hauptrolle in diesem Film hat das Milieu: Die Duisburger Industrieruinen-Romantik ist so verschwunden wie – anfangs – die Schimanski-Jacke.“ Stattdessen habe uns nach wenigen Minuten das überall gleiche Leben des unteren Mittelstands im Griff.“ Götz George lasse mit imponierender Disziplin Horst Schimanski fassungslos und ungewohnt wortkarg den Niedergang seiner Welt beobachten. So gebrochen und ratlos habe man den notorischen Bullen noch nie gesehen. Vielleicht habe der demografische Wandel diesmal am Drehbuch mitgeschrieben, vermutet die FAZ. „Dieser Schimanski, der vergeblich Trost in alten Ritualen sucht und gelernt hat, sich zu beherrschen – dieser dünnhäutigere Schimanski weckt neues Interesse.“
 Frankfurter Allgemeine: Lasst alle Hoffnung fahren

„Georges Aura als Ex-,Tatort‘-Cop mit Eigenwillen ist erstaunlicherweise nicht trotz, sondern wegen ihres Alters voll intakt“, meint Barbara Sichtermann im Tagesspiegel. „Aus Verfall, Armut und öder Polizeiroutine erhaben sich dann aber doch sozusagen leuchtend die Grundfragen der Menschheit und des Krimis: Warum macht sich einer schuldig? Warum wünscht sich einer den Tod? Wo und für wen gibt es Erlösung?“
Tagesspiegel: Schnüffler auf Rente

Als „ausgesprochenen Old-School-Milieuschocker“ beschreibt die taz den Film: „Im dreißigsten Jahr seines Fernsehdaseins bleibt Schimanski ein proletarischer Aufräumer im besten Sinne. Weitermachen, alter Mann!
 die tageszeitung: Drecksarbeit ist Ehrensache

„Schuld und Sühne“ sei der etwas großspurige Titel, unter dem Götz George nach einer „skandalös langen Pause“ von zweieinhalb Jahren wieder ermittelt, notiert die FR. Zwar gebe es Momente, in denen Horst Schimanski plötzlich müde und alt aussieht. „Doch ist das kein Grund, ihn nicht noch mal einen schlagkräftigen Rentner sein zu lassen.“
 Frankfurter Rundschau: Rentner mit Schlagkraft

„Götz George spielt die Fassungslosigkeit eines Cops so hinreißend und selbstironisch, dass man Schimanski eher 2011 als 2012 wieder sehen möchte“, heißt es in der SZ.
Süddeutsche Zeitung: Noch einmal dampfen die Schlote

„Vorgeblich geht es um ,Schuld und Sühne‘, in Wirklichkeit aber geht es um Altern in Würde und Würde im Alter“, so die WAZ.
Westdeutsche Allgemeine: Der empfindsame Rebell


 Westdeutsche Allgemeine: Mythos Schimanski


 Die Welt: Es wird immer krimineller, korrupter und spießiger
 Neue Osnabrücker Zeitung: Es gilt das gestrichene Wort


 Süddeutsche Zeitung: Ruhrort – vom langsamen Wandel einer Filmkulisse

Schimanski

 

 

 


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